Veranstaltungen planen und auswerten


In der letzten Woche haben wir erfahren, wie man mit Hilfe von Web-Tools Twitterwalls erstellen und für die Begleitung von Veranstaltungen nutzen kann. Um eine Veranstaltung erfolgreich durchführen zu können, muss man Sie jedoch auch planen und evaluieren. Auch zu diesen Aufgabenbereichen gibt es nützliche Helfer im Netz.

 

Gemeinsame Termine finden

Eine Möglichkeit, wie Online-Dienste die Planung von Veranstaltungen unterstützen können, ist die Terminfindung. Online-Terminplaner erfreuen sich seit einiger Zeit enormer Beliebtheit. Im Prinzip handelt es sich hierbei um eine öffentliche Tabelle, in der der Veranstalter verschiedene mögliche Termine vorgibt und die Teilnehmer, die für sie wahrnehmbaren Termine anschließend bestätigen. Den optimalen Termin ermittelt man dann darüber an welchem der genannten Tage die meisten Teilnehmer zusagen können.

Das bekannteste Tool in diesem Bereich ist Doodle, es gibt aber auch einige Alternativen wie beispielsweise kulibri oder xoyondo. Eine vom DFN-Verein entwickelte und durch IT-NRW gehostete variante von Terminplanern ist unter www.terminplaner.nrw.de zu erreichen und legt besonderen Wert auf die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen. Aus diesem Grund wird sie vonseiten der Fachstelle ausschließlich verwendet. Eine Anmeldung, sowohl zum erstellen von Terminen als auch zur Bestätigung der Teilnahme, ist nicht notwendig.

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Klickt man auf „Neuen Termin erstellen“ müssen einige Eckdaten zum Termin sowie ein Löschdatum eingetragen werden. Anschließend werden die Termine festgelegt.

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Nach Abschluss der Termineingabe erhält der Veranstalter einen Link, den er über beliebige Kanäle (z.B. per E-Mail) an potenzielle Teilnehmer verschicken kann. Diese können ihre Teilnahme nach einem Klick auf den Link bestätigen. Um das Ganze ausprobieren zu können, haben wir für Sie einen Beispieltermin unter https://www.terminplaner.nrw.de/foodle.php?id=s4snwdr54h9he3a8 erstellt.

Veranstaltungsfeedback

Das Einholen von Feedback zu Veranstaltungen ist ein wichtiger Bestandteil der Programmplanung. Umso wertvoller ist es, wenn dies durch möglichst einfache Handhabung von vielen Kunden abgegeben wird. Evaluationsbögen legen die Schwelle hierbei oft zu hoch und vereinzelte mündliche Rückmeldungen sind häufig nicht repräsentativ.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Diensten, die eine schnelle Publikumsinteraktion via Smartphone erlauben. Diese eignen sich vor allem für schnelle Umfragen im Publikum.

Als Beispiel für diese Lektion schauen wir uns das Tool Sli.do an. Alternativen hierzu könnten aber auch Feedbackr oder Poll Everywhere sein. Sli.do ist leider auf englisch, da aber für die Benutzung des Tools wenig Text notwendig ist, sollte dies nicht allzu schwer ins Gewicht fallen.

Nach der Registrierung (wahlweise mit der E-Mail Adresse, oder einem Google-Konto) kann direkt der Name der zu bewertenden Veranstaltung eingegeben werden.

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Anschließend gelangt man mit einem Klick auf „Polls“, was in englisch „Umfrage“ bedeutet, auf das Menü zum Erstellen von Umfragen.

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Klickt man jetzt auf Rating, kann man eine einfache Sternebewertung anlegen. Aber auch offene Fragen oder Multiple Coice-Fragen können eingebunden werden.

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Die Formulierung für die Frage können Sie selbst eingeben und einige andere Einstellungen vornehmen.

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Ist die kurze Umfrage erstellt, können Nutzer über den oben angezeigten Code beginnend mit einer Raute (#) an der Umfrage teilnehmen. Dafür rufen Sie z.B. mit einem Smartphone oder einem Tablet-PC die Seite Sli.do auf und geben den Code ein. Der Code selbst kann während einer Veranstaltung z.B. durch einen Aufsteller oder ein Plakat mitgeteilt werden.

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Entdeckeraufgaben

  1. Schreiben Sie in einem Blogbeitrag Ihre Meinung zu den o.g. Tools. Können Sie sich vorstellen, diese im Rahmen einer Veranstaltung einzusetzen?
  2. Richten Sie einen Termin über den Terminplaner.nrw ein und fügen Sie den Link dazu in ihren Blogbeitrag ein.
  3. (Optional) Tichten Sie sich einen Account bei Sli.do ein und versuchen Sie einmal eine Veranstaltungsumfrage einzurichten. Berichten Sie im Blog von Ihren Erfahrungen.
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Veranstaltungen Begleiten mit Twitterwalls

In den nächsten beiden Lektionen von Net(z)working geht es um ein wesentliches Element der Bibliotheksarbeit: Veranstaltungen. In dieser Lektion wollen wir uns mit einem Tool beschäftigen, dass sich dazu eignet, Veranstaltungen zu begleiten. In der nächsten Woche geht es dann um Organisation und Feedback zur Veranstaltung.

Veranstaltungen online Begleiten

Zu einer gelungenen Veranstaltung- zumindest wenn es um neue Medien geht- gehört heutzutage auch eine begleitende Dokumentation über soziale Netzwerke. Diese findet nicht ausschließlich durch den Veranstalter, sondern vielmehr direkt durch die Besucher statt. Der Veranstalter hat dabei die Rolle des Kurators, der die verschiedenen Aussagen der Teilnehmer im Netz sammelt und ggf. beantwortet.

Eine so genannte „Twitterwall“ ist eine Möglichkeit diese Tweets zu einem bestimmten Thema darzustellen, um auf der einen Seite Feedback der Teilnehmer zur Veranstaltung über die Plattform Twitter zu sammeln. Auf der anderen Seite können so auch Personen, virtuell an der Veranstaltung teilnehmen und ggf. aktiv Fragen stellen. (z.B. bei Diskussionsrunden).

Besucht man z.B. Kongresse oder Messen, wie die Republica, die Gamescom oder sogar den Deutschen Bibliothekartag, dann ist es selbstverständlich, dass bereits im Vorfeld ein gemeinsamer „Hashtag“ (vgl. Lektion 5) kommuniziert wird.

In der letzten Woche habe ich eine Veranstaltung in Hamburg zum Thema Gaming in Öffentlichen Bibliotheken besucht. Die Zahlreichen Teilnehmer haben unter dem kommunizierten Hashtag #fachtaggaming zu diesem Anlass auch fleißig „gezwitschert“. Das Ergebnis, kann man sich auf unserer Beispieltwitterwall unter http://Fachtaggaming.tweetwally.com/ ansehen.

Tweetwally 1

Eine Twitterwall kann entweder wie hier im Beispiel als Link an Teilnehmer weitergegeben, oder einfach via Beamer bei der Veranstaltung live angezeigt werden. Alternativen zu Tweetwally bieten in diesem Bereich z.B. auch die Dienste, Twittwalls, Hootsuite, Twitterfontana oder visibletweets

Weitere Instrumente, welche für die Begleitung von Veranstaltungen eingesetzt werden können, stellen wir auf der Extraseite vor.

Entdeckeraufgaben

1. Erstellen Sie eine Twitterwall zum Hashtag #Netzworking oder zu einem beliebigen anderen Hashtag (vielleicht passend zum Thema Ihres Blogs). Wenn Sie den Dienst Tweetwally hierfür verwenden benötigen Sie einen Twitteraccount zum Speichern.

2. Schreiben Sie einen Blogbeitrag und gehen Sie darauf ein ob Sie sich vorstellen können, die o.g. Tools in einer Veranstaltung anzuwenden. Verlinken Sie in dem Beitrag auch Ihre erstellte Twitterwall.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Zusammenarbeiten mit Wikis

Was ist ein Wiki?

Ein Wiki ist eine Webseite, die es den Benutzern ermöglicht die Inhalte nicht nur zu lesen, sondern auch direkt zu bearbeiten. Dabei ist es nicht notwendig eine Software zu installieren, die Änderungen können direkt über den Browser und dem im Wiki enthaltenen Editor vorgenommen werden. Meist werden Wikis als Plattformen zur kooperativen Informations- und Wissenssammlung genutzt. Die Inhalte können gemeinsam gesammelt und strukturiert und zudem einer großen Menge an Nutzern zugänglich gemacht werden. Das wohl bekannteste Wiki ist die frei zugängliche Online-Enzyklopädie Wikipedia, die dieses Jahr bereits 17 Jahre existiert. Es ist also keine ganz neue Technik. Aber natürlich gibt es auch in der Wikipedia einen Beitrag über Wikis.

Wikis sind weitverbreitet. In Bildungseinrichtungen wie auch Unternehmen sind vielfältige Formen von Wikis im Einsatz. Auch wir von den Fachstellen für öffentliche Bibliotheken in Deutschland setzten diese regelmäßig ein.  In Bibliotheksverbünden werden z.T. Wikis genutzt, um die wichtigsten Informationen an einem Ort zu sammeln und allen Verbundteilnehmern zugänglich zu machen.

Startseite Wiki bearbeitet

Welche Merkmale zeichnen Wikis aus?

Jede/r kann in einem Wiki schreiben (oft aber erst nach Anmeldung).

Jedes Wiki verfügt über die Funktion Letzte Änderungen bzw. recent changes. Damit können die vorangegangenen Änderungen einer Wiki-Seite nachverfolgt und oft auch verglichen werden. Durch die automatische Versionierung der geschriebenen Seiten kann jede Fassung wieder hergestellt werden.

Oft enthalten Wikis Tools, die es ermöglichen Veränderungen im Wiki automatisch gemeldet zu bekommen. Das können z.B. RSS-Funktionen oder automatische Benachrichtigung per E-Mail sein.

Wiki-Seiten können aber auch mit anderen Tools angereichert werden. So können zum Beispiel RSS-Feeds von anderen Seiten oder z.B. ein Kalender in das Wiki eingebunden werden.

Benutzer müssen nicht mit HTML vertraut sein, um Inhalte hinzuzufügen oder zu bearbeiten. In den meisten Fällen wird ein einfacher Editor (wie z.B. auch in Ihrem Blog) verwendet. Es gibt auch Wikis, bei denen eine spezielle Syntax (Befehle für Formatierungen) verwendet werden muss. Wie so eine Syntax aussehen kann, können Sie dem Wikipedia-Spickzettel entnehmen.

Einsatzzwecke

  • Intranet: Oft werden Dokumente (Beschreibungen von Arbeitsgängen, Infozettel etc.) auf Fileservern abgelegt oder umfangreiche Linklisten erstellt. Das führt ziemlich schnell zu einer eher unübersichtlichen Sammlung von Dokumenten und Informationen. Bestimmte Texte sind in Ordnerstrukturen oft nur von denen wiederzufinden, die sie mal angelegt hatten. Die Suche nach Stichworten ist (fast) unmöglich. Der Umstieg auf ein Wiki kann sich hier lohnen. In einem Wiki können z.B. Arbeitsgänge dokumentiert, neue Arbeitsgänge geplant oder Besprechungen vorbereitet werden. Es können auch Informationen, Recherchetools etc. für den Auskunftsplatz gesammelt werden. Durch die Suchfunktion kann z.B. schnell herausgesucht werden, was zu tun ist, wenn ein Schlüssel für die Schließschränke verloren wurde.
  • Zusammenarbeit über mehrere Bibliotheken (o. Fachstellen…): Für die einfache Dokumentenbereitstellung für Projektteams inkl. Kommentarfunktion sind Wikis sehr geeignet: Protokolle und Tagesordnungen bereitstellen statt per Mail verteilen,  interessante Materialien bereitstellen etc.

Ängste, Hürden

Fast immer ist beim Einsatz eines Wikis zu beobachten, dass das Prinzip “jede/r kann alles schreiben/ändern/löschen” vielen KollegInnen unheimlich ist. So folgt bald der Ruf nach Rechten, Rollen und Regeln. Nach mehr oder weniger längerer Nutzung wird aber oft klar, dass ein Wiki meist auch ohne Regeln und Rollen funktioniert. Sollte es mal nötig sein, kann durch die Änderungshistorie ein älterer Stand schnell wieder hergestellt werden.

Entdeckungsaufgaben

Nach der Theorie folgt die Praxis: Unter der Adresse http://netzworking.pbworks.com ist ein Wiki für unseren Kurs eingerichtet. Verwendet wird dafür der Anbieter „PBWorks“. Auch hier wäre eine kostenlose Anmeldung mit E-Mail-Adresse und Passwort notwendig. Da es hier möglich ist, haben wir einige „Übungsaccounts“ angelegt, mit denen Sie das Wiki ohne das Erstellen eines eigenen Accounts testen können.

Nutzen Sie also gern eine der folgenden Kennungen:

Nutzername: wikiuser0001, Passwort: frog1raisin
Nutzername: wikiuser0002, Passwort: rabbit8lime
Nutzername: wikiuser0003, Passwort: frog1banana
Nutzername: wikiuser0004, Passwort: deer6strawberry
Nutzername: wikiuser0005, Passwort: walrus3raisin

Im Moment ist es noch recht leer, aber das zu ändern hat jede/r selbst in der Hand 😉
Auf der Startseite sind einige Bearbeitungsmöglichkeiten beschrieben. Lassen Sie sich von den englischsprachigen Bedienflächen nicht irritieren, die Wichtigen erläutern wir auf den Beispielseiten im Wiki. Erweitern Sie das Wiki gern um zusätzliche Seiten oder fügen Sie Texte hinzu.

Erstellen Sie einen Blogbeitrag über Ihre Entdeckungen. Was fanden Sie interessant? Haben Sie Anwendungsideen oder nutzen Sie bereits Wikis?

Mehr Links zu Wikis finden Sie auf der Extraseite Modul 6

Veröffentlicht unter Allgemein, Modul 6 - kollaboratives Arbeiten | 1 Kommentar

Mein Büro im Netz

Herzlich willkommen zu unserem nächsten, mittlerweile 6. Modul des Net(z)working-Kurses.

Im letzten Modul haben wir uns ausführlich dem Präsentieren von Informationen in verschiedenen Formaten gewidmet. Doch um etwas zu präsentieren, muss es natürlich auch erst einmal erarbeitet und diese Arbeit auch organisiert werden. Was aber wenn die Arbeit nicht mehr nur an einem Computer an einem festen Ort, sondern auf verschiedenen Endgeräten und auch von Unterwegs erledigt werden soll? Was, wenn Projektpartner oder Mitarbeiter in unserer Vernetzten Welt nicht zwangsläufig im Büro nebenan sitzen?

Das Internet bietet passenderweise einige Dienste in der sogenannten „Cloud“ (https://www.youtube.com/watch?v=VhqSH8HPioU). Diese Anwendungen sind nicht fest auf dem eigenen Rechner, sondern auf einem Server irgendwo auf der Welt installiert und können durch das Internet mit Hilfe eines Browsers verwendet werden.

Einige dieser Anwendungen werden wir uns im Folgenden etwas genauer ansehen. Keine Sorge: Sie müssen sich nicht bei jedem Dienst anmelden, wenn Sie es nicht möchten.

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Quelle: reddit

Cloudspeicherdienste

Der erste Teil unseres Beitrages beschäftigt sich mit sogenannten Cloudspeicherdiensten. Also Speichermöglichkeiten Für Bilder, Texte, Videos und Dateien aller Art in der Cloud. Aber was bedeutet das eigentlich?

Sie können es sich nach der Einleitung wahrscheinlich fast denken, aber Speichern in der Cloud bedeutet im Wesentlichen, dass die zu speichernden Dateien nicht auf der Festplatte des eigenen Computers abgespeichert sind. Stattdessen liegen sie Passwortgeschützt auf einem Server im Internet und können über den Browser oder spezielle Anwendungen auf dem Rechner abgerufen werden. Der wesentliche Vorteil für den Nutzer besteht darin, dass auf diese Daten von überall dort zugegriffen werden kann, wo ein Internetanschluss besteht ob Zuhause am Rechner oder mobil mit Smartphone oder Tablet. Nachteilig ist im Gegenzug, dass man ein Stück weit die Kontrolle darüber verliert, wie gut eigene Daten gegen unberechtigte Zugriffe gesichert sind.

Die bekanntesten Cloudspeicherdienste sind „Dropbox“, „One Drive“, „Google Drive“ oder „iCloud“ in Verbindung mit iOS Geräten. Aber auch andere Unternehmen bieten bereits ähnliche Tools an. Eine Umfangreiche Aufstellung dazu hat zum Beispiel die Seite PCwelt ( https://www.pcwelt.de/ratgeber/Google-Drive-vs-Dropbox-vs-Skydrive-vs-box-vs-SugarSync-5772476.html ) im Internet veröffentlicht.

Viele Cloudspeicherdienste (z.B. die oben genannten) sind dabei anfänglich Kostenlos, ab einer bestimmten Speichergröße werden aber Gebühren verlangt. Keine Sorge; für unsere Lektion reichen kostenlose Angebote in jedem Falle aus.

Schauen wir uns also Beispielhaft den Dienst Dropbox etwas näher an.

Nach Registrierung auf der Seite startet zuerst der automatische Download der zugehörigen Software. Nicht erschrecken; die Software ist nicht notwendig um den Dienst tatsächlich zu nutzen. Der Download kann einfach abgebrochen werden. Über einen Klick auf das Logo in der linken oberen Ecke gelangt man auf die eigentliche Haupt-Ansicht des eigenen Profils.

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Auf dieser Seite werden alle bereits gespeicherten Dateien angezeigt. Über die Schaltflächen am oberen Rand können weitere Dateien hochgeladen, in Ordner sortiert, oder für andere Dropbox-Nutzer zur Ansicht oder Bearbeitung freigegeben werden. So kann an einem Dokument unabhängig von Zeit und Ort, gemeinsam mit mehreren Personen gearbeitet werden. Ein weiterer Vorteil im Hinblick auf Teamarbeit.

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Über den Menüpunkt „Links“ in der Navigation auf der linken Seite, können Dateien auch Personen zur Verfügung gestellt werden, die selbst kein Dropbox-Konto angelegt haben. Diese können die Dateien dann herunterladen und lokal abspeichern. Als Beispiel haben wir Ihnen hier einmal den heutigen Net(z)working-Beitrag als PDF eingestellt.

Notizen im Netz

Neben Diensten zum Speichern von Dateien gibt es auch noch spezialisierte Anwendungen für bestimmte Organisationsabläufe. So kann z.B. die Verwaltung von Notizen und Aufgabenlisten ins Netz verlagert werden. Auch hier sind die Vorteile deckungsgleich mit denen der Speicherdienste. Die Notizen sind von jedem Endgerät aus verfügbar und „sozial“, können also im Team verwendet und bearbeitet werden. Beispiele für Notizendienste sind Evernote oder Google Notes, aber auch viele andere Anbieter haben eigene Notizen-Apps.

Als Beispiel soll uns hierbei das deutsche Tool „Wunderlist“ dienen. Auch hier muss man sich vor der Nutzung einen eigenen Account anlegen. Anschließend kommt man direkt zur persönlichen Aufgabenliste. Durch das Eingabefeld am oberen Bildschirmrand können neue Notizen angelegt werden.

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Anschließend kann man diese in Ordner sortieren und nach einem Klick auf die neue Notiz auch mit weiteren Informationen, wie unterzielen und einem Datum für die Erledigung versehen.

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Entdeckeraufgaben

  1. Laden Sie die Net(z)working Lektion aus der Dropbox der Fachstelle herunter.
  2. Schreiben Sie einen Blogbeitrag in dem Sie darauf eingehen, welche Art, die Cloud zu nutzen für die Arbeit in Bibliotheken am nützlichsten sein kann. Können Sie sich vorstellen, dass durch die verschiedenen Dienste Arbeitsabläufe effizienter gestaltet werden können? Machen Sie sich auch Gedanken zum Datenschutz. Gibt es Inhalte und Informationen, die auf keinen Fall online gespeichert werden sollten?
  3. (optional) legen Sie sich einen Account bei einem der aufgeführten Dienste an und berichten Sie von Ihren Erfahrungen auf Ihrem Blog

 

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Informationen präsentieren mit… Infografiken

Nachdem wir in den letzten Wochen mit Sway und Shorthand Social einige Beispiele zur Darstellung von Informationen im Internet besprochen haben, geht es heute um Infografiken. Ob nun zur grafischen Auflockerung eines langen Textes oder als strukturierter vorgefertigter Zugang zu trockenen Informationen – Infografiken sind leicht zu erfassen und bieten einen Mehrwert für Leser und Autor!

Infografiken dürften den meisten aus Print- und Onlinemedien, Schule und anderen Bildungseinrichtungen bekannt sein. Doch auch bei der Nutzung dieses grafischen Ansatzes der Wissensvermittlung gibt es Empfehlungen, an die man sich halten sollte:

  • Vorher überlegen, welche Inhalte vermittelt werden sollen
  • Wo wenige Worte stehen, zählt jedes Einzelne: sind die richtigen Begriffe verwendet? Steht zu viel? Lässt sich noch etwas weglassen? Ist nichts doppelt? 🙂
  • Optik und Thema sollten sinnvoll zusammenpassen. Die verwendeten Bilder müssen direkt mit dem Thema verbunden werden können. Und das Maß an optischer Aufbereitung (bunt und voll – einfach und schlicht) sollte dem Thema angemessen sein.
  • Soll eine bestimmte Farbauswahl oder ein Logo mit eingebunden werden? Bspw. das Corporate Design der Bibliothek verwendet werden?
  • Grundsätzlich gilt: die Information sollte schnell ersichtlich sein.

 

Infografiken mit Webtools selbst erstellen:

Es gibt im Netz einige Auflistungen von Infografik-Tools, die kostenlos und einfach zu bedienen sind. 3 bekannte Tools sind easel.ly, infogr.am und Piktochart. Die Dienste sind leider nur auf Englisch verfügbar. Maria-Christina Nimmerfroh vom #PB21-Blog (Blog im Dez. 2014 eingestellt, aber noch online) hat den Dienst Piktochart in einem etwa 19-minütigen Video „Screencast Infografik“ beschrieben (veröffentlicht unter CC by 3.0). Sie hat außerdem in zwei Blogbeiträgen die Arbeit mit Infografiken allgemein vorgestellt und beschreibt in Teil 2 die drei genannten Webtools.

Zu den Blogbeiträgen:

Wenn diese Blogartikel mal für ein Tool nicht ausreichen oder sich einzelnes geändert hat, dann sind zu fast jedem dieser Tools auch Videos auf Youtube zu finden die beim Start helfen können!

Als recht neues Tool auf dem Markt in Visme zu nennen. Der Vorteil hier ist die Aufteilung in eine kostenlose und eine mit geringen Kosten verbundene Variante, welche dafür sehr viele Vorlagen zu bieten hat. Die kostenfreie Variante hat auch einige Vorlagen mehr als andere Tools wie Picktochart oder easel.ly beispielsweise. Als Hilfestellung hat Visme einen eigenen YouTube Kanal auf dem Erklärvideos (auf Englisch) hochgeladen werden.

Bei einigen Tools in diesem Themenbereich muss auch eine Anmeldung erfolgen und bei der werden auch Fragen gestellt. Zum Beispiel kann nach dem Interesse an diesem Tool etc. gefragt werden, diese können häufig umgangen werden indem das Feld leergelassen werden kann oder die Auswahl „anderes“ steht zur Verfügung.

Bei Visme bspw. kann einfach auf 3 Fragen mit „Other“ geantwortet werden und die Erstellung einer Infografik kann starten:

Wo finde ich Infografiken?

In der Regel bieten Dienste, zur Erstellung von Infografiken auch die Möglichkeit, die Ergebnisse der anderen Nutzer anzusehen und zu Teilen. So finden Sie z.B. in der Piktochart-Gallerie einige Beispiele. Auch öffentliche Ämter, wie zum Beispiel das Bundesamt für politische Bildung, bieten Infografiken zum kostenlosen Nachnutzen aus ihrem Themenbereich an, oder auch Unternehmen wie statista. Fündig wird man auch auf Flickr.

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Beispiel einer Infografik von Statista

Entdeckungsaufgaben

  1. Wählen Sie ein Webtool und erstellen Sie eine kurze Infografik, die Sie in ihren Blogbeitrag einbinden.

oder

  1.  Wählen Sie eine der genannten Quellen für Infografiken und stöbern Sie ein bisschen. Binden Sie eine Grafik in ihren Blogartikel ein. Überlegen Sie: Fallen Ihnen Einsatzmöglichkeiten für diese Werkzeuge ein?

Noch mehr zum Thema? (optional)

Sollten Sie jetzt noch ein bisschen Lust & Zeit haben, mehr zum Thema Infografiken zu lesen, hier noch ein paar weiterführende Quellen:

(Dieser Beitrag ist ein Remix aus Lektion 16 des Kurses: 18 Dinge für Bibliotheken in Bewegung mit Aktualisierungen)

Veröffentlicht unter Allgemein, Modul 5 - Informationen präsentieren | Verschlagwortet mit , | 1 Kommentar

Shorthand Social

Erst der Begriff Sway und jetzt läuft uns schon der nächste seltsame Begriff über den Weg: Shorthand Social. Hierbei handelt es sich um ein Tool fürs Scrollytelling. Noch ein seltsamer Begriff.

Vielleicht hat der ein oder andere schon mal etwas von Scrollytelling gehört. Das ist ein zusammengeschustertes Wort aus Scrolly oder eingedeutscht „mit der Maus scrollen“ und dem Wort Storytelling.

Ja, das ist ja schön und gut, aber was versteckt sich genau dahinter?

Es ist eine Methode Geschichten im Internet aufzubereiten und wird insbesondere von Journalisten genutzt.

Eine der ersten Geschichten, die per Scrollytelling erzählt wurde, stammt von der New York Times; das Projekt „Snow Fall: The Avalanche at Tunnel Creek“ von 2012. Neben der schriftlichen Reportage über das Lawinenunglück am Tunnel Creek werden multimediale Elemente wie Fotos und Videos eingebunden. Die Geschichte kann so abwechslungsreicher erzählt werden. Auf der Extraseite finden Sie weitere Scrollytelling-Beispiele.

Im Gegensatz zu Blogartikeln zu einem bestimmten Thema wird beim Scrollytelling in den meisten Fällen auf Sidebars, Banner und Navigationselemente verzichtet. Durch das minimalistische Layout steht die Geschichte im Vordergrund. Der Leser kann im eigenen Tempo von oben nach unten scrollen (in manchen Fällen auch von links nach rechts) und den Text lesen, der zum Beispiel mit Videos, Animationen, Fotos, oder Tonspuren flankiert wird.

Welche Tools gibt es fürs Scrollytelling?

Es gibt eine Menge an Online-Tools, mit denen man Scrollytelling-Seiten erstellen kann. Neben einer Reihe von kostenpflichtigen Tools gibt es ebenfalls welche, die man kostenfrei nutzen kann. In diesem Modul beschäftigen wir uns mit dem Tool Shorthand Social.

Für die Anmeldung ist ein Twitter-Account notwendig (diesen haben wir im Modul 2 angelegt). Obwohl die Website von Shorthand Social auf Englisch ist, ist die Bedienung sehr intuitiv.

Wenn Sie auf den Button <Start a New Story> klicken, legen Sie Ihre Story an. Im ersten Schritt legen Sie wie auch zum Beispiel bei einer PowerPoint-Präsentation einen Titel und ggfs. einen Untertitel an. Links unten können Sie auf die Icons klicken, um Bilder oder Videos einzufügen.

Danach beginnt man die Geschichte mit verschiedenen Elementen aufzubauen. Bei Shorthand Social hat man die Auswahl zwischen Text, Text over Media und Image oder Video.

Ihre Aufgabe:

  • Schauen Sie sich eines der Scrollytelling-Beispiele auf der Extraseite an.
  • Wenn Sie möchten, loggen Sie sich bei Shorthand Social an und kreieren eine Story.
  • Schreiben Sie auf Ihrem Blog über die Möglichkeiten und Grenzen Veranstaltungen, Projekte o.ä. in der Bibliothek durch Scrollytelling-Tools wie Shorthand Social zu präsentieren.
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Sway

In den kommenden Wochen werden wir uns mit der Aufbereitung von Informationen beschäftigen. Wir werden uns deshalb drei Dienste anschauen, die Ihnen einen Einblick in aktuelle Möglichkeiten bietet. Sway, Shorthand Social und info.gram. Wir stellen uns dabei die Frage, wie z.B. der nächste Jahresbericht aufgewertet werden könnte? Oder wie Sie die Bilder, Video- und Tonaufnahmen der letzten Veranstaltungen nachbereiten können.

In der heutigen Lektion beschäftigen wir uns aber zunächst mit Microsoft Sway. Der Dienst wurde 2015 veröffentlicht und ist auch ohne ein Microsoft Office 365 Abonnement verwendbar. Sie müssen sich allerdings für den Dienst mit einer Microsoft-E-Mail-Adresse registrieren.

Sway ist eine Mischung aus Powerpoint-Präsentation und Webseite. Sie haben die Möglichkeit Text, Bild, Ton und Videomaterial auf einer Webseite zu platzieren. Die Seite kann ähnlich den Optionen in einer Powerpoint-Präsentation mit verschiedenen Designs verändert werden.

Zur Demonstration habe ich ein kleines Sway zusammengestellt. Darin können Sie ein paar der Funktionen sehen. Das Sway befindet sich hier: https://sway.com/GZtyw5FO9cnuEhw8?ref=Link

Sollten Sie mehr Informationen benötigen, nutzen Sie bitte die Microsoft-Hilfe unter: https://support.office.com/de-de/article/erste-schritte-mit-sway-2076c468-63f4-4a89-ae5f-424796714a8a

Zur Aufgabe:

  1. Loggen Sie sich auf https://sway.com/ ein. Sofern Sie keine E-Mail-Adresse bei Microsoft besitzen, müssen Sie sich eine Adresse erstellen.
  2. Erstellen Sie ein Sway mit maximal 5 Seiten. Testen Sie dabei verschiedene Medienformate (Bild, Video, Audio…).
  3. Erstellen Sie einen Blogbeitrag und veröffentlichen Sie darin den Link zum erstellten Sway.

 

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Kuratierungsdienste

In den vergangenen Wochen haben wir uns mit den Themen RSS-Feeds und dem Fakten checken beschäftigt. Also im Grunde mit der Sichtung, der Sammlung und Bewertung unseres alltäglichen Datenwahnsinns. Als Angehöriger einer Berufsgruppe, die sehr gerne Ordnung hält und die erkannt hat das manchmal weniger mehr ist, möchten ich Ihnen heute Dienste vorstellen, die genau das machen. Kuratierungsdienste bieten Möglichkeiten Netzinhalte auszuwählen, zu sammeln und zu ordnen.

Zu dieser Gruppe gehören z.B. Google Notizen oder Pinterest. Mit Google Notizen lassen sich Aufgaben, Erinnerungen oder auch Webseiten, Videos oder Bilder ablegen. Pinterest dient einzig der Sammlung von Bildern zu mitunter speziellen Themen, wie z.B. Abbildungen von  Rauhaardackeln oder verrückte Flechtzöpfen.  

Es gibt eigentlich immer Möglichkeiten Kuratierungsdienste privat (im Sinne von alleine bzw. für sich) zu nutzen, uns geht es heute aber vor allem um die Möglichkeit gemeinsam Inhalte aufzubereiten, zu sammeln und anzureichern. Denn so können gemeinschaftliche Sammlungen entstehen, die deutliche Mehrwerte bieten können. Insbesondere für Mitarbeiter in Bibliotheken sehe ich klare Vorteile für den Alltag. Sei es die Aufbereitung einer Suchanfrage für Bibliotheksnutzer oder aber bei der Wissenssammlung für das Team selbst. Aus diesem Grund möchte ich Ihnen in dieser Woche den Dienst Keeeb vorstellen. Der Kuratierungsdienst mit Sitz in Deutschland bietet die Möglichkeiten Inhalte per URL abzuspeichern. Es können Themen (Sammlungen) erstellt werden, die aus einzelnen Seiten bestehen. Auf den Seiten können wiederum Keeebies (einzelne Elemente wie Internetseiten, Bilder, Textdateien usw.) angelegt werden. Jedes Keeebie kann kommentiert und bewertet (Daumen hoch und Daumen runter) werden. Wie so oft, lernen Sie die Plattform am besten durch einen Besuch kennen. Ihre erste Aufgabe lautet also: Erstellen Sie einen Account unter: https://me.keeeb.com/

Sie können sich die meisten Funktionen über kurze Video-Tutorials anschauen. Die Titel sind zwar in englischer Sprache, allerdings kommen die Videos ohne Text aus. Sie erhalten einen Einblick in die Seitennavigaiton.

Bitte beachten Sie, dass Ihnen nicht alle Funktionen zur Verfügung stehen. Sie verwenden einen kostenfreien Zugang und können z.B. keine Nutzer erstellen (Video: Create User). Beachten Sie bitte auch, dass es Funktionen gibt, die nur mithilfe einer Browsererweiterung (Keeeb Button) genutzt werden können. Sie müssen zur Aufgabenerledigung keine Erweiterung installieren. Bitte klären Sie innerhalb Ihrer Einrichtung die Rechtesituation. Die Übertragung der Internetadressen erfolgt in dem Fall einfach manuell. Der Keeeb-Button bietet die Möglichkeit Internetadressen automatisiert abzulegen, Screenshots zu machen oder Keeebs zu erstellen.

Keeeb

Nun zu der Wochenaufgabe:

1. Erstellen Sie einen Keeeb-Account unter: https://me.keeeb.com/

2. Erstellen sie eigene Themen, Seiten und Keeebies – machen sie sich mit der Oberfläche vertraut.

3. Arbeiten Sie gemeinsam mit anderen an einem Thema. Sie können sich ein eigenes Thema überlegen oder aber meinen Themenvorschlag aufgreifen:

Zum Ende des Jahres beginnen (in meinem Freundes- und Bekanntenkreis) immer die Diskussionen über die besten Bücher, Filme oder Musikalben der letzten 365 Tage. Das Thema ist Ihnen sicher nicht fremd. Aus diesem Grund suche ich – mit Ihrer Unterstützung – das Best-of 2017.. Ich habe bereits eine öffentliche Seite auf Keeeb eingerichtet. Sie finden die Seite unter: https://me.keeeb.com/best_of_2017 Ergänzen Sie Ihre persönlichen Favoriten

Wenn Sie an der Sammlung mitarbeiten wollen, müssen Sie uns zunächst Ihren Keeeb-Namen nennen. Es handelt sich um den Namen, mit dem Sie sich auch auf Keeeb anmelden (in meinem Fall wäre das „Dirk Ehlen“). Bitte nennen Sie uns in der Facebookgruppe ihren Keeeb-Namen. Sie werden dann möglichst schnell in die Sammlung eingeladen. Ich werde dafür einen Beitrag erstellen unter dem Sie ihren Namen schreiben können.

4. Schreiben Sie einen Blogbeitrag zum Thema „Kuratierungsdienste“. Schildern Sie Ihre persönlichen Erfahrungen während der Übung. Gehen Sie vor auch auf die Einsatzmöglichkeiten in der Bibliothek ein. Wenn Sie eigene Sammlungen erstellt haben, teilen Sie diese mit den anderen Kursteilnehmern.

 

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Fakten checken 2.0

In den vorangegangenen Lektionen haben Sie bereits viele Plattformen kennengelernt, die sich zum Teilen von Informationen eignen. Heute beschäftigen wir uns ausnahmsweise nicht mit einer neuen Plattform, sondern mit den Inhalten. Das Netz wird von vielen Menschen als demokratisches Medium bezeichnet. Theoretisch ist jeder in der Lage Informationen im Netz zu recherchieren, aber auch selbst zu verbreiten.

Journalistische Angebote unterliegen in der Regel bestimmten Grundsätzen . Das gilt jedoch nicht für jeden Beitrag in sozialen Netzwerken, den private oder dritte einstellen. So kommt es, dass nicht alles, was online behauptet wird auch der Wahrheit entspricht oder ausreichend mit Fakten und Quellen belegt werden kann.

Insbesondere durch die politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der letzten Jahre hat das Thema „Falschmeldungen und Fakten prüfen“ große Aufmerksamkeit erlangt. Um einen ersten Eindruck über die Dimension von Falschmeldungen im Alltag zu erhalten, bietet sich ein Blick auf das private Projekt Hoaxmap an. Die Hoaxmap sammelt Falschmeldungen und zugehörige Gegendarstellungen und ordnet sie auf einer Karte geographisch zu. Seit 2013 wurden hier bereits über 400 Fälle verzeichnet.

Immer dann, wenn man sich nicht absolut sicher sein kann, ob eine Information oder Meldung seriös ist, ist es daher nötig etwas genauer hinzusehen. Das wichtigste Hilfsmittel ist dabei noch immer eine grundsätzlich kritische Haltung und somit Sensibilität bei der Wahrnehmung und Verbreitung von Medieninhalten. Fälschungen zu erkennen, erfordert hohe Aufmerksamkeit und ist nicht immer leicht. Wir wären jedoch nicht bei Net(z)working, wenn es nicht auch hier nützliche Werkzeuge im Netz gäbe.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Im Netz geht fast nichts ohne Bilder. Bilder machen Nachrichten plastischer. Sie helfen dabei, einen direkteren und unmittelbareren Eindruck zu erlangen. Lange Zeit galten Bilder als objektiv und unbestechlich. Natürlich können auch Bilder manipuliert werden. Viel häufiger passiert es jedoch, dass sie durch Falschmeldungen einfach aus dem Kontext gerissen oder in einen missverständlichen oder schlichtweg falschen Kontext gerückt werden.

Im Netz können Bilder relativ einfach recherchiert, heruntergeladen und – ob legal oder nicht – für eigene Zwecke verwendet werden. Ob ein Bild im Kontext einer Meldung authentisch ist, ist daher ein guter Indikator für die Glaubwürdigkeit einer Nachricht selbst.

Mithilfe einer sogenannten Rückwärts-Bildersuche kann man feststellen, ob ein Bild, das in Zusammenhang mit einer Meldung veröffentlicht wird, bereits zuvor in anderen Kontexten veröffentlicht wurde. Am einfachsten funktioniert dies mithilfe von Google.

Nehmen wir als Beispiel diese Meldung vom 30. November 2017, die ich speziell zum Zwecke dieser Lektion mittels eines online-Tools für Spaß- und Falschmeldungen (ja so etwas gibt es) erstellt habe.

http://www.24aktuelles.com/5a158cc5a4bf4/bibliothekar-erklart-das-internet-fur-beendet.html

Um eine Rückwärts-Bildersuche durchzuführen benötigt man zuerst die eindeutige Adresse des Bildes. Je nach verwendetem Internetbrowser gibt es unterschiedliche Möglichkeiten diese zu erfahren. Auf einem Desktop-PC klickt man das Bild mit der rechten Maustaste an und wählt im Menü den Punkt „Eigenschaften“ aus.

Rechtsklick Bildadresse

 

 

Anschließend markieren Sie die Zeichenfolge neben „Adresse: (URL)“ und kopieren diese mit einem weiteren Rechtsklick.

Die nun kopierte Adresse lässt sich nun mittels Google-Bildersuche recherchieren.

Bildersuche Rückwärts

Klicken Sie auf das Kamerasymbol und fügen Sie anschließend die vorher kopierte Adresse in das Suchfeld ein.

Rückwärtssuche Ergebnis

 

Das Suchergebnis zeigt Ihnen nun alle in Googles Index verzeichneten Quellen an, in denen das gesuchte Bild ebenfalls auftaucht. In unserem Beispiel erfahren wir somit, dass das angezeigte Bild zur Meldung ursprünglich bereits in einem Blogartikel vom Juni über die Bildungsreise nach Digitalien erschienen ist. Das Bild wurde also aus seinem ursprünglichen Kontext gerissen. Dies ist ein wichtiger Indikator für eine Falschmeldung.

Und was ist mit Videos?

Auch bewegte Bilder oder Videos erfüllen die o.g. Rolle in der Berichterstattung. Anders jedoch als bei Fotos muss man hier einen Zwischenschritt einbeziehen, bevor die Rückwärts-Bildersuche erfolgversprechend ist. Mithilfe des Youtube-Data-Viewer können Metadaten, wie die exakte Hochladezeit und sogenannte Thumbnails (Vorschaubilder) extrahiert werden. Hierfür muss lediglich die Web-Adresse des Videos in den Suchschlitz des Tools eingefügt werden.

Youtube_Data_Viewer

Die so extrahierten Bilder können dann wiederum durch eine Rückwärts-Bildersuche auf ihre frühere Verwendung überprüft werden.

Ihre Aufgabe:

Testen Sie die beiden Beispieltools aus. Anschließend versuchen Sie in Ihrem Kursblog folgende Sätze zu vervollständigen (Sie dürfen sie auch gerne noch um den ein oder anderen Satz ergänzen und weitere Informationen auf der Extraseite nachlesen. 😉 ):

Mit Falschmeldungen in sozialen Netzwerken hatte ich zum ersten Mal zu tun als….

Falschmeldungen in sozialen Netzwerken haben auch eine / haben keine Bedeutung für Bibliotheken, weil …

Die in der Lektion gezeigten Tools können mir in Zukunft helfen / nicht helfen, weil …

Am nützlichsten fand ich …

 

 

 

 

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RSS-Feeds


In unserem 4. Modul beschäftigen wir uns mit der Möglichkeit Information im Social Web zu sammeln und zu präsentieren. Wir beginnen mit dem Sammeln über RSS, schauen uns verschiedenen Tools für den Faktenchek 2.0 an und wenden uns schließlich dem Präsentieren der für „würdig“ befundenen Infomationen mit Hilfe eines Kuratierungsdienstes zu.


 

Haben Sie schon mal von RSS oder RSS-Feeds gehört? Vielleicht sind Ihnen schon mal diese orangenen Symbole aufgefallen:

Symbol

RSS steht für “Really Simple Syndication” und ist ein Dateiformat, mit dem aktualisierte Informationen regelmäßig über das Web geliefert werden. RSS hat zum einen die Art, wie Informationen miteinander ausgetauscht werden revolutioniert, zum anderen auch die Art und Weise, wie man Informationen konsumiert.

Jeden Tag besuchen wir zahlreiche Webseiten und Nachrichtenquellen im Internet. Zwischen Einblendungen von Werbung unten bunten Bildern kann es schnell zeitaufwendig werden, die Seiten einzeln zu besuchen. Mit Hilfe von RSS ist es Ihnen möglich verschiedene Informationsquellen und Webseiten zu bündeln, ohne mit Werbung bombardiert zu werden oder jede Seite einzeln aufrufen zu müssen.

Möglichkeiten mit RSS-Feeds

Es gibt verschieden Möglichkeiten RSS-Feeds zusammenzufassen und zu lesen. Vielleicht sind Ihnen diese bereits bekannt:

  • Abonnieren der RSS-Feeds geht mit einigen E-Mail-Programmen
  • Abonnieren der RSS-Feeds mit dem Browser: Dort können diese als dynamische Lesezeichen abgelegt werden.

Diese beiden Möglichkeiten sind sinnvoll, wenn Sie nur wenige RSS-Feeds abonnieren, da es ansonsten schnell unübersichtlich wird. Zudem haben Sie nur von Ihrem „Arbeits-PC“ aus Zugriff auf Ihre RSS-Feeds, da die dynamischen Lesezeichen lokal abgelegt werden und Sie i.d.R. nicht von zu Hause auf Ihr E-Mail-Postfach zugreifen können.

Der RSS-Feed-Reader

Es gibt einige kostenlose Reader, die Sie nutzen können, bspw. Feedly und Netvibes. Eine Übersicht finden Sie z.B. unter T3N. Das Prinzip ist auch hier: Links eingeben, evtl. die Quellen in Ordner strukturieren und dann gezielt lesen. Diese Feed-Reader werden nicht auf dem eigenen Rechner installiert. Sie greifen über das Internet darauf zu. Manche Reader haben die Möglichkeit die Accounts öffentlich zu stellen (z.B. Netvibes). Diese Funktion ist optimal, um Weblog-Listen oder Informationen mit anderen zu teilen. Als Beispiel sei die Netvibes-Seite der Dublin City Public Libraries genannt.

Bei Feedly sieht eine Übersicht so aus:

Unbenannt

Über ADD CONTENT können Sie Feeds hinzufügen.

RSS in Ihrem Blog

Sie können in Ihrem Blog einen RSS-Reader für Blogs einrichten, wenn Sie die von WordPress angebotene Funktion nutzen und Websites abonnieren. Auf der WordPress-Startseite finden Sie diese Funktion unter den Button Reader oben links in der Statusleiste.

RSS

Hier werden Ihnen die Beiträge, der von Ihnen gefolgten Blogs chronologisch sortiert angezeigt. Oder Sie nehmen den Blog, dem Sie noch nicht folgen, direkt beim Besuch der Seite in den Reader auf. Unten rechts am Bildschirm (nicht runterscrollen) erscheint der „Follow“-Button. Wenn Sie diesen Anklicken wird der Blog in ihrem Reader aufgenommen.

Folgen

Ferner sollten Sie in Ihrem Blog ein Widget für RSS-Feeds aktivieren: wenn Sie diesen noch nicht eingerichtet haben, können Sie im Bereich Personalisieren – Themes anpassen. Im Bereich Widgets können Sie nach RSS suchen und zwischen zwei Alternativen (RSS und RSS-Links) aussuchen.

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RSS-Feed - Netzworking

RSS in Bibliotheken

Auf vielen Bibliotheks-Webseiten werden Sie Newsfeeds finden. Neben Nachrichten aus der Bibliothek, die als RSS-Feed angeboten werden, gibt es dort z. B. auch RSS-Feeds mit den aktuellen Neuerwerbungen. RSS wird außerdem von Datenbankanbietern, einigen Verlagen oder Suchmaschinen verwendet und ist in Repositorien (Dokumentenservern) oder Discovery Systemen zu finden.

Ihre Aufgaben:

  • Probieren Sie einen kostenlosen Feedreader aus und erstellen Sie einen Account. Schauen Sie sich die verschiedenen Beispiele aus Bibliotheken an und suchen Sie weitere Angebote deutscher Bibliotheken. Eine Liste mit Beispielen finden Sie auf der Extraseite des Modul 4.
  • Wenn Sie in Ihrem eigenen Blog noch kein RSS-Feed-Widget eingerichtet haben, holen Sie dies nach.
  • Schreiben Sie einen Blogartikel über Ihre Beobachtungen und Einschätzungen.
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