Und zuletzt der Dank…(und was zum Abschluss noch zu sagen ist…)

Liebe NETzWorking-Teilnehmer und Teilnehmerinnen,

erst einmal von unserer Seite einen HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH an Sie alle. Sie haben Zeit, Mühe und Nerven in diesen Kurs investiert. Sie haben sich so manches Tool im Social Media-Urwald  angesehen, haben sich vielleicht gefragt was das wohl soll oder haben auch vergnügt rumprobiert und sind dabei so manchem Stolperstein auf unserem Weg ins Social Media begegnet. Und das, was wir in unserem Rundgang gesehen haben, ist nur ein  kleiner Ausschnitt von dem was man dort im Social Web alles so besichtigen und nutzen kann. Sie haben beide Seiten gesehen: Tools, mit denen man im Netz arbeiten kann und Tools, mit denen man Netzwerken kann. Und Sie haben ein Gefühl dafür bekommen, wie es sich beides stark vermischt. Ich danke Ihnen für Ihre Rückmeldungen während des Kurses, und für Ihre Geduld und Nachsicht wenn wir etwas sehr kompliziert beschrieben haben. Auch wir haben durch Sie wieder viel gelernt! 🙂

Jetzt gibt es noch ein paar Dinge zu regeln:

Teilnahmebescheinigung:

  • Sie haben Zeit bis Freitag, 25. Mai 2018 um ihre Lektionen nachzuarbeiten.
  • Wenn Sie fertig sind und gerne eine Teilnahmebescheinigung wünschen, melden Sie sich bitte mit Angabe von Name, Blogname, Bibliothek und Adresse unter anja.hollmann[at]brd.nrw.de. Teilnahmebescheinigungen gibt es nur für ein vollständig bearbeiteten Kurs.

Weitere Nutzung:

  • Vernetzung: Selbstverständlich endet die Vernetzung der TeilnehmerInnen nicht mit dieser Lektion. Die Facebookgruppe des Lernort Projektes bleibt weiter bestehen, der Hashtag #netzworking darf gerne weiterhin benutzt werden. Und gerne dürfen Sie sich auch weiterhin bei Fragen an die Fachstelle wenden.
  • Ihr Blog: Sobald Sie ihre Teilnahmebescheinigungen haben (oder keine möchten), sollten Sie überlegen wie es mit Ihrem Blog weitergeht. Wenn Sie ihn nicht weiter bespielen möchten, lege ich Ihnen ans Herz ihn auch wieder vom Netz zu nehmen. Löschen Sie ihn oder stellen Sie ihn privat. Vielleicht hat Ihnen das Bloggen ja  auch Spaß gemacht. In diesen Fall, nur zu, es ist ihr Blog. Sie dürfen damit machen was Sie möchten. Bitte achten Sie dann darauf im Impressum Ihren Namen anzugeben. Desweiteren möchte ich Sie daraf hinweisen, dass ab Mai die neue Datenschutzreform gilt. Hier sollten Sie sich dringend informieren und Ihren Blog anpassen. Informationen dazu finden Sie zum Beispiel zum Lesen hier oder auch als Podcast beim Rechtsanwalt Schwenke. Die IFLA bietet ein (englischsprachiges) Webinar zu dem Konsequenzen für Bibliotheken an: https://www.ifla.org/node/36104. Wenn wir als Fachstelle etwas Hilfreiches dazu finden, sind diese auf unserem Blog https://oebib.wordpress.com/   oder wir verlinken es auf unserer Facebookseite.

2 letzte (freiwillige) Aufgaben:

1. Bloggen Sie über Ihre Erfahrungen mit dem Online-Kurs NetzWorking. Uns interessiert Ihr Feedback, um zukünftige Projekte in diesen Bereichen besser planen zu können. Interessante Fragestellungen könnten sein:

  • Hatten Sie eine Lieblingslektion?
  • Wie hat das Vernetzen für Sie funktioniert? Haben Sie andere Teilnehmer durch Ihren Blog (besser) kennengelernt? Wir haben uns bereits sehr über den Beitrag auf Rosas Blog gefreut.
  • Alles andere, was Sie uns noch mitteilen möchten.

2. Geben Sie uns einen Tipp: mit welchen Tools (auch nicht in diesem Kurs behandelte) arbeiten Sie gerne? Wie vernetzen Sie sich mit anderen Bibliotheksmitarbeitern (auch aus anderen Bibliotheken)? Dies kann auch ganz analog sein.

Und zu guter Letzt: Vielen Dank, dass Sie den Weg durch ein Stück Social Web mit uns gegangen sind.

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Buch 2.0: Social Reading

Auf den letzten Metern unserer Reise durch das Social Web nehmen wir noch einmal Fahrt auf und widmen uns in dieser Lektion unseres letzten Moduls dem Thema „Social Reading“.

Für einige stellt Lesen wahrscheinlich eine nach wie vor eher einsame Tätigkeit dar, für welche man sich in eine ruhige Ecke auf ein gemütliches Möbel zurückzieht, um stundenlang in einem Buch zu verschwinden. Hat man das Buch beendet, wünscht manch einer sich vielleicht, sich über das Gelesene mit Anderen austauschen zu können, Handlungsbögen weiterzuspinnen oder weitere Bücher eines ähnlichen Genres oder Schreibstils zu finden. Wer sich hier wiedererkannt hat, findet wahrscheinlich Gefallen an Social Reading-Plattformen.

Lesen als soziale Tätigkeit

Die Tätigkeit des Lesens mit ihren oben beschriebenen, typischen „Begleitausprägungen“ hat längst eine Entsprechung im digitalen Raum erhalten. Begründet durch die zunehmende Digitalisierung von Medien (u.a. Büchern) sowie durch Funktionalitäten des Social Web entstanden vor etwa zwölf Jahren die ersten Social Reading-Plattformen.

Was im Allgemeinen unter Social Reading verstanden wird und warum das gemeinsame Lesen eigentlich gar kein so neues Phänomen ist, können Sie sich in dem folgenden Film ansehen:

 

Populäre Social Reading-Plattformen

Wer online schon einmal nach einem bestimmten Titel oder Genre gesucht hat, ist mit großer Wahrscheinlichkeit bereits auf populäre Social Reading-Plattformen, wie beispielsweise das in dem Film erwähnte englischsprachige Literatur-Netzwerk „Goodreads“, gestoßen. Bekannte Beispiele für deutsche Plattformen sind „Lovelybooks“ und „Sobooks“. Hinter vielen großen Social-Reading-Netzwerken stehen inzwischen große Verlage oder Konzerne. So ist Amazon beispielsweise Eigentümer von „Goodreads“ und „Lovelybooks“ ist eine hundertprozentige Tochter der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Die Eigentümer verfolgen mit dem Betreiben der Plattform dementsprechend natürlich auch das Ziel, ihre Produkte zu bewerben und zu verkaufen.

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Startbildschirm von Sobooks mit aktuellen E-Book-Angeboten. Sobooks verfolgt den Ansatz Kaufen, Lesen, Kommentieren und Teilen auf einer Plattform zu ermöglichen. Alle Aktivitäten rund um das Buch sollen im Browser erfüllt werden können.


Inhaltorientierte Funktionen von Social Reading-Plattformen

Zentrale Grundfunktionen von Social-Media-Plattformen stellen seit ihrer Gründung das Sammeln von Büchern in einem virtuellen Bücherregal oder das Erstellen einer Wunschliste mit für den Leser interessanten Titeln dar. Zur Beschäftigung mit den Inhalten und Aktivierung der Community werden beispielsweise zu bestimmten Themen Bücherlisten  und Quizze erstellt, Hintergrundinformationen zu Autoren oder Autoreninterviews veröffentlicht sowie Gewinnspiele veranstaltet und Giveaways verschenkt.

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Aktuelle Buchlisten in der Kategorie „Roman“ auf Lovelybooks.

Innerhalb der Kategorien werden die Bücher häufig entsprechend ihrer Popularität gerankt. Wenn sich der Leser für ein bestimmtes Genre besonders interessiert,  kann er den Newsletter mit Hinweisen auf Neuerscheinungen Neuigkeiten und im Netzwerk abonnieren.

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Registrierung für den Newsletter mit Informationen Neuerscheinungen bestimmter Genres bei Lovelybooks

 

Entdecker-Funktionen auf Social Reading-Plattformen

Viele Nutzer möchten auf einer Social Reading-Plattform ein „Stöber-Erlebnis“ haben, welches beispielsweise mit dem einer Buchhandlung oder Bibliothek vergleichbar ist. Um dies zu gewährleisten, werden auf den Startseiten der Plattformen neue Bücher in Kategorien wie „Krimi & Thriller“ oder „Fantasy“ präsentiert. Wenn sich Leser auf Goodreads oder Lovelybooks vernetzen und Freunde hinzufügen, können sie auch deren Bücherregale nach neuem Lesestoff durchsuchen.

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Auf Goodreads wird dazu aufgerufen, in den Bücherregalen von Freunden zu stöbern.

Zudem werden basierend auf bisher gelesenen Büchern und durch ein System aus Tags und Empfehlungen sowie bereits getätigten Bewertungen, Vorschläge für den Leser generiert.

Interaktion mit der Lesecommunity

Sieht man sich die heutigen Social Reading-Netzwerke an, lassen sich große Unterschiede zu den Anfängen erkennen: Der ursprüngliche Ansatz von „Goodreads“ in 2006 bestand darin, Lesern eine Plattform für das Kategorisieren ihrer Bücher zu bieten.
Mittlerweile sehen viele Betreiber und ihre Nutzer den Mehrwert jedoch insbesondere in den Community-Funktionen. In den vernetzten „Lesecommunities“ können- wie bereits erwähnt- Freunde gefunden und Lesegruppen zu bestimmten Autoren, Büchern, Genres oder für eine bestimmte Region gegründet werden.

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Lesegruppen auf Lovelybooks

Gemeinsam werden Leseerfahrungen reflektiert, Bücher diskutiert, empfohlen und entdeckt sowie Rezensionen zu gelesenen Büchern geschrieben.
Bei Lovelybooks kann nach Lust und Laune in bestimmten Kategorien nach Büchern gestöbert werden. Diese werden absteigend in Bezug auf Aktualität und Bewertung sowie mit von Lesern geschriebenen Kommentaren oder Kurz-Rezensionen angezeigt.

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Bücher mit hoher Leserbewertung und Leserkommentaren in der Kategorie „Roman“

Angereichert durch Social Web-Funktionen, wie beispielsweise die Möglichkeit, Textpassagen simultan zum Leseprozess mit anderen zu teilen und Beiträge von anderen zu kommentieren, wird zur Interaktion mit anderen Lesern und zur Auseinandersetzung mit dem Inhalt angeregt. Leser können zudem an Leserunden teilnehmen, in welchen in einem bestimmten Zeitraum gemeinsam ein bestimmtes Buch gelesen und anschließend besprochen wird. Die bilden Leserunden bilden Lovelybooks zufolge das stärkste „Social-Reading-Element“ in der Community.

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Eine Leserunde zu einem Buch auf Lovelybooks neigt sich dem Ende zu.

Leserunden müssen jedoch nicht zwangsläufig ausschließlich online stattfinden. Einige Leser und Nutzer von Lovelybooks übertragen das Konzept auch zurück in den „Realen Raum“ und organisieren mittels der Plattform regionale Treffen, um sich über Literatur auszutauschen.

Viele Inhalte können auf den Plattformen auch ohne Registrierung eingesehen werden. Möchte man selbst ein Bücherregal anlegen, Rezensionen schreiben oder mit der Community in Kontakt treten, muss man jedoch ein Profil anlegen.

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Leserprofil auf Lovelybooks

 

Entdeckeraufgaben

1. Besuchen Sie eine oder mehrere Social Reading-Plattformen wie „Goodreads“, „Lovelybooks“ oder „Sobooks“.

2. Wenn Ihnen eines der Sozialen Lesenetzwerke gefällt, können Sie sich registrieren oder einfach im öffentlich zugänglich Bereich stöbern. Legen Sie währenddessen ein besonderes Augenmerk auf Funktionen, welche…

… Neugierde wecken und zum Entdecken der Bücher und der Plattform anregen.
… zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit der vorgestellten Literatur bewegen.
…. zur Interaktion mit anderen Lesern auffordern.

3. Schreiben Sie einen Blogbeitrag in welchem Sie Eindrücke in Bezug auf das Entdecken, die inhaltliche Auseinandersetzung und die Interaktion mit anderen schildern.

Greifen Sie für das Verfassen des Beitrags nach Bedarf gerne die folgenden Fragen auf:

  • Wie versuchen die Plattformen ihre Nutzer zu aktivieren?
  • Welche typischen Social Web-Funktionen können Sie entdecken?
  • Welche Mehrwerte bieten Social Reading-Plattformen im Vergleich zum Lesen im realen, nicht vernetzten Raum?
  • Sehen Sie Funktionen oder Aktivierungsmöglichkeiten, welche sich auf die Vernetzung mit Ihren Bibliotheksnutzern- bspw. mittels des eigenen Bestandes- im realen oder digitalen Raum übertragen ließen?
  • Können Sie sich vorstellen, sich auf einer Social Reading-Plattform anzumelden und diese regelmäßig zu nutzen? Welche Anforderungen müsste eine Plattform dafür erfüllen?

 


Liebe Netzworking-Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

dies war die letzte inhaltliche Lektion unseres Kurses. Sie haben jetzt bis Ende Mai  Zeit die Bearbeitung von Lektionen nachzuholen, falls Sie etwas ausgelassen haben. Nächste Woche wird noch ein Abschlussbeitrag erscheinen, der das weitere Vorgehen (zB. für Teilnahmebescheinigungen) beschreibt.


 

Veröffentlicht unter Modul 8 - Buch 2.0 | 2 Kommentare

Weltenbauen


Neben den seriösen Listen, die das US-amerikanische Wirtschaftsmagazin Forbes jährlich veröffentlicht, gibt es auch eine nicht ganz ernst gemeinte Liste: Die 15 reichsten fiktiven Charaktere aus Literatur, Film und Fernsehen. Auf dieser Forbes-Liste finden Sie neben Carlisle Cullen aus Stephenie Meyers „Twilight“-Trilogie auch Tywin Lannister aus „Das Lied von Eis und Feuer“ oder den Drachen Smaug, der mit seinem Goldschatz die Liste derzeit anführt. Nicht schlecht… Da wünscht sich doch jeder einmal in seinem Lieblingsbuch mitzuspielen und dort zum Milliardär zu werden. Wie Sie in die Welt Ihres Lieblingsbuchs abtauchen und die Geschichte mitgestalten können, und welche kreativen Ideen dies für die Bibliotheksarbeit birgt, zeigen wir Ihnen dieser Woche.


Auf geht’s zum letzten Modul unseres Kurses. Zum Abschluss werden wir uns also mit „fiktiven Welten“ befassen.

Fiktive Welten

Die Erfindung fiktiver Universen bzw. fiktiver Welten ist ein beliebtes Element in der Science-Fiction-, Fantasy- und Utopie-Literatur.
Ein fiktives Universum (auch fiktive Welt, fiktiver Ort oder Fantasiewelt) ist eine fiktionale Realität, die sich durch mehr oder minder große Abweichungen von der Realität unterscheidet. Diese Abweichungen können in der Existenz von Fantasiefiguren wie z. B. Dracula liegen. Es gibt aber auch komplexe, parallele Welten, wie z. B. die „Scheibenwelt“ aus Terry Pratchetts Romanen oder das Land „Nangijala“ aus dem Werk Astrid Lindgrens. Diese sind von den Autoren erschaffen und unterliegen mitunter eigenen Regeln, haben eigene Naturgesetze und eigene Sprachen.
Prinzipiell beinhaltet eine fiktive Spielwelt die Beschreibung aller Aspekte, die auch die reale Welt aufweist, also unter anderem der geographischen, soziologischen, politischen, wirtschaftlichen und klimatischen Bedingungen. Da Fantasy und Science-Fiction zu den beliebtesten Genres für Spielwelten gehören, kommen auch oft Kosmologie, Religion und Magie hinzu. Diese fiktiven Welten regen die Fantasie der Leser an und üben einen großen Reiz aus. Oft wird der Wunsch geweckt, diese Welten weiterzudenken und „mitzuspinnen“…

Mit dem Internet ist nun eine Plattform gefunden, auf der die Leser, die von einem Autor entwickelten fiktiven Welten mitgestalten und weiter entwickeln können. Dies wird auch als „Weltenbasteln“  oder „Weltenbau“ bezeichnet.

Ein „Weltenbastler“ erfindet – oder „bastelt“ – fiktive Welten beliebigen Ausmaßes, die sich oft um ein literarisches Werk ranken. Das „Basteln“ umfasst z. B. das Erfinden von Sprachen, das Entwerfen von Landkarten, Völker- und Rassenbeschreibungen, Gesetzestexten und vieles mehr. So können ganze Parallelwelt-Komplexe geschaffen werden.

Grundsätzlich entspricht jeder fiktive Handlungsort einer eigenständigen Wirklichkeit. Besonders im Science-Fiction- und Fantasy-Bereich werden oft übernatürliche Elemente eingeflochten und hinzugefügt oder die Geschichten spielen in einer mythologisierten Vergangenheit. Daneben gibt es Welten, die durch einen Übergang in einer der Realität nachempfundenen Wirklichkeit, erreicht werden. Ein typisches Beispiel dafür ist Alice im Wunderland.
Viele Fantasiewelten sind jedoch eigenständig. Als Vorreiter der Fantasy-Literatur gilt die „Herr der Ringe“-Trilogie des Autors J. R. R. Tolkien, welche an dem fiktiven Ort Mittelerde spielt, an dem sich zahlreiche spätere Fantasiewelten und Rollenspiele orientieren.

Und Bibliotheken?

Bibliotheken können auf ihrer Website, Blog oder in den Sozialen Medien auf vorhandene Foren, Wikis etc. zu Parallelwelten hinweisen. Im Internet finden sich zahlreiche Listen, Rankings und Top Ten-Listen fiktiver Figuren, Orte und Persönlichkeiten aus Literatur, Filmen und digitalen Spielen. Wikis, die die kompletten Star-Wars-Galaxien abbilden oder Tolkiens „Herr der Ringe“ wissenschaftsgleich aufbereiten. Einige geeignete Listen finden Sie in den Entdeckungsressourcen dieser Lektion.

Bibliotheken können Ihre Nutzer außerdem einladen, gemeinsam an der Welt einer Lektüre zu „bauen“ und zusammen kreativ weiterzuentwickeln. Dies ist entweder virtuell möglich – die Ergebnisse können dann online in einem Wiki, auf einer Website etc. präsentiert werden – oder traditionell mit Schere, Stift, Papier. Auch hier ist eine Ausstellungen mit den geschaffenen Werken möglich.

Entdeckungsressourcen finden Sie auf der Extraseite

 

Aufgaben

  1. Schauen Sie sich mindestens eine der Entdeckungsressourcen auf der Extraseite an. Könnten Sie sich vorstellen dort ebenfalls etwas zu veröffentlichen?
  2. Fallen Ihnen Einsatzmöglichkeiten für Ihre Bibliothek ein? Welche Veranstaltung könnten Sie sich rund um das Thema „Weltenbauen“ in Ihrer Bibliothek vorstellen?
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Kreatives im Netz entdecken… Pinterest

Diese Woche beschäftigen wir uns mit Pinterest,  einer Fotocommunity, in der Nutzer Bildersammlungen an virtuelle Pinnwände heften können.

Der Name Pinterest setzt sich aus den englischen Wörtern pin (anheften) und interest (Interesse) zusammen und  bezieht sich darauf, dass man durch das öffentliche  Anheften an einer virtuellen Pinnwand seine persönlichen Interessen herausstellen kann. Andere Nutzer können diese Bilder sehen und sie sich ebenfalls auf ihrer eigenen Pinnwand „merken“, sie kommentieren oder sie teilen.

Angeheftet werden sogenannte „Pins“. Pins sind dynamische Objekte, mit denen man sich mit anderen Nutzern, Themen, Pinnwänden und Websites verbinden kann und können aus Bilddateien der Formate JPG, PNG und GIF und Videos von YouTube oder Vimeo bestehen.

Interessante Pins können auf unterschiedliche Weise gesucht werden. Bei der Registrierung auf Pinterest entscheidet man sich für mindestens fünf Themengebiete, die einen interessieren. Aktuelle Pins zu diesen Themen, werden dann im persönlichen Start-Feed angezeigt. Die Themen können natürlich im Profil jederzeit geändert werden.

Sie können auf Pinterest auch anderen Nutzern folgen. Entweder folgen Sie allen Pinnwänden oder auch nur einer Pinnwand des Nutzers, welche Ihnen am besten gefällt. Auch neue Pins der Nutzer oder Pinnwände denen Sie folgen, werden Ihnen in Ihrem Feed angezeigt.

Die Suche kann auch ganz einfach über Suchbegriffe in der Suchleiste erfolgen. Durch das einfache Antippen der Leiste, ohne einen Begriff einzugeben,  werden im Dropdown-Feld der Suche die neuesten und beliebtesten Inhalte angezeigt. Beim Eingeben eines Suchbegriffes wird einem die Option angezeigt, ob man nach Pins, anderen Nutzern, Pinnwänden oder den eigenen Pins suchen möchte.

Wenn man einen Beitrag anklickt, um ihn vergrößert zu sehen kann man nach unten blättern und bekommt dort Pin angezeigt die dem ausgewählten Inhalt entsprechen.

Pins können gespeichert werden, indem man auf den Button „Merken“ klickt. Dann können sie auf einer der eigenen Pinnwände gespeichert werden. Diese haben Sie entweder vorher bereits in Ihrem Profil erstellt, oder können dies auch erst beim „Merken“ tun.

Pinnwände können geheim oder öffentlich angelegt werden. Sie können auch Gruppenpinnwände erstellen, zu denen Sie andere Nutzer mit einem Pinterest-Konto als Mitwirkende einladen. Gruppenpinnwände sind perfekt dazu geeignet, Projekte zu planen, Ideen für eine Party zu besprechen oder Pins in der Gruppe auszutauschen.

Natürlich kann man auch eigene Pins erstellen. Dies kann entweder mithilfe eines Browserbuttons geschehen, den man sich herunterlädt, oder einfach über den Link der Website. Wenn man in seinem Nutzerprofil, das „Pluszeichen“ anklickt, hat man die Auswahl ein gespeichertes Foto oder eine Website zu merken. Nach der Eingabe des Links der Website kann man ein Foto dieser Website auswählen, welches dann auf der Pinnwand angezeigt wird. Hat man ein Foto ausgewählt, kann man die Beschreibung des Pins noch bearbeiten und z.B. Hashtags hinzufügen.

Pin erstellen

Sie können eigene Pins erstellen, indem Sie den URL einer Webseite eingeben deren Inhalt Sie pinnen wollen oder eigene Bilder hochladen.

Pinterest ermöglicht als soziales Netzwerk den Austausch über gemeinsame Interessen und Hobbys.

Durch die Zusammenarbeit mit Twitter können zudem Inhalte von Pinterest direkt in Tweets dargestellt werden, ohne dass der Anwender eine separate Website besuchen muss.

Pinterest ist sowohl auf dem Computer, als auch als App auf mobilen Endgeräten zu nutzen.

Aufgaben:

  • Registrieren Sie sich auf Pinterest. Sie können auch in Gruppen arbeiten.
  • Folgen Sie 3 Nutzern (z.B. ihren Kollegen) oder Pinnwänden
  • Legen Sie sich mindestens 2 verschiedene Pinnwände
  • Erstellen Sie einen Pin
  • Schreiben Sie einen Blogbeitrag über Ihre Erfahrungen mit Pinterest

Pinterest bietet ein Hilfecenter an, auf welchem Ihnen Schritt für Schritt der Umgang mit dem Netzwerk erklärt wird.

Noch mehr Kreatives finden Sie auf der Extraseite.

 

Veröffentlicht unter Modul 7 - Kreativ Sein! | 2 Kommentare

Bewegte Bilder

Immer wieder begegnen uns Videos im Internet. In der einen oder anderen Lektion dieses Kurses wurden ebenfalls schon Videos genutzt, um Ihnen einen Dienst und dessen Funktionsweisen vorzustellen. Das ist meist einfacher und anschaulicher. In dieser Lektion werden wir uns genauer mit Video-Plattformen und bewegten Bildern im Internet beschäftigen.

In den letzten Jahren ist die Anzahl an Video-Plattformen regelrecht explodiert. Die meisten dieser Angebote ermöglichen es den Benutzern Videos hochzuladen und im Web miteinander zu teilen. Videos können aber auch als Livestream übertragen werden.

netzworking
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Als Einstimmung auf das Thema können Sie sich ein kurzes Video zum mittelalterlichen Auskunftsplatz auf YouTube ansehen.

Im Bereich der Web 2.0-Dienste ist YouTube (2006 von Google gekauft) nach wie vor Spitzenreiter. Mit mehr als einer Milliarde Nutzer weltweit und einem täglichen Zuwachs von mehreren hundert Stunden kommt man an YouTube nicht vorbei. Auf YouTube entstehen eigene Videoformate, es bilden sich Communities zu Themen und einige YouTuber (das sind die Personen, die in den Videos zu sehen sind) erlangen Berühmtheit. Dazu gehört z.B. der YouTuber Gronkh, der u.a. mit seinen Let’s Play-Videos über 4,7 Millionen Abonnenten erreicht.

Andere Plattformen gewinnen allerdings zunehmend an Relevanz und werden für große Konzerne ebenfalls interessant. So kaufte Amazon die eher bei Gamern bekannte Plattform Twitch und zahlte dafür 970 Millionen Dollar. Twitch ist ein Live-Streaming-Videoportal, welches fast ausschließlich zur Live-Übertragung von Videospielen genutzt wird und verzeichnet, nach eigenen Angaben, derzeit 15 Millionen Nutzer weltweit.

Neben Video-Plattformen, auf denen Nutzer eigene Inhalte hochladen können, gibt es aber auch Mediatheken diverser Fernsehsender. Zum Beispiel die Mediathek des ARD, ZDF oder Arte. Dort können verpasste Ausstrahlungen oder spezielle Sendungen bzw. Serien geschaut werden.

Auf Video-Plattformen werden Sie Videos zu nahezu allen Themen finden können. Musikvideos (zum Beispiel),  Mitschnitte von Vorlesungen (zum Beispiel) oder auch Let´s Play Videos (zum Beispiel). Unzählige Anleitungen werden ebenfalls hochgeladen. Das reicht von Excel-Tutorials, über Make-Up-Tipps (zum Beispiel), Anleitungen zum Stricken, Buchbesprechungen (zum Beispiel) bis hin zum Heimwerken. Die ganzen lustigen Tiervideos müssen an dieser Stelle natürlich auch erwähnt werden.

Videos und Bilder, die Ideen von Memes aufgreifen, können genutzt werden um ein vielleicht etwas angestaubtes Bild von Bibliotheken zurechtzurücken. Memes sind im Internet besonders verbreitete und immer wieder zitierte und nachgeahmte Ideen, die sich quasi wie Viren verbreiten. Daher stammt auch der Begriff des viralen Videos. Beispiele aus den vergangenen Jahren sind, z.B. der Harlem Shake und Despacito.

Können Video-Plattformen also auch für Bibliotheken interessant sein? Die ZBW hat in dem Beitrag „Bibliotheken auf YouTube: Zwischen gutem Image, Haul und lautem Essen“ viele spannende Informationen zusammengestellt.

Das Kontroverse

Urheberrechte müssen natürlich auch bei Videos beachtet werden. Da nicht immer der Urheber die Videos auf Video-Plattformen online stellt, kann das Einbinden von Videos problematisch sein. Wie immer, wenn es um dieses Thema geht, der Hinweis auf das Portal iRights.info.

Ihre Aufgabe:

Stellen Sie sich folgendes vor: Sie sitzen an der bibliothekarischen Auskunft und eine junge Dame kommt auf Sie zu. Sie interessiert sich für Medien zum Thema Flechtfrisuren. Recherchieren Sie, welche Medien Sie in Ihrem Bibliothekskatalog zu diesem Thema haben und was Sie dazu auf YouTube finden. Schreiben Sie einen Blogbeitrag zu dieser Lektion und schildern Sie, welche Medien Sie der Nutzerin empfehlen würden. Sehen Sie Vor- und Nachteile?

 

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Spaß mit Bildern


by Schub@, Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/de/

by Schub@, Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/de/

Von den Anfängen des Internet, wo Text geteilt wurde, bis jetzt hat sich auch in der Aufbereitung der Information einiges getan. Fotos, Bilder, Grafiken, Videos, Audios… alles ist in Masse zu finden im Social Web. Foto-Sharing-Webseiten sind in den 90ern entstanden, aber es brauchte ein kleines „Startup“, genannt Flickr, um den Gedanken des „Teilens“ explosionsartig zu verbreiten. Innerhalb des letzten Jahrzehnts entwickelte sich Flickr zu einer der am schnellsten wachsenden Foto Sharing Seiten im Internet. Und es war einer der ersten Dienste, der die sogenannten Keywords oder Tags benutzt hat, um Verbindungen zwischen Bildern und Benutzern der Seite zu schaffen.

Seitdem hat sich im Bereich der Foto-Communities einiges getan. Nicht zuletzt durch die immer stärkere Verbreitung von Smartphones, die eine Veröffentlichung von Schnappschüssen oder Kunstwerken ohne großen Aufwand ermöglichen. Dienste wie Pinterest oder Instagram erfreuen sich momentan ebenfalls großer Beliebtheit. Und auch bei diesen Diensten, wie überall bei dieser Form von „social Software“, kommt es auf die kritische Masse an: je mehr NutzerInnen, desto mehr Möglichkeiten Interessantes bzw. Gleichgesinnte zu entdecken und je verbreiteter der Dienst, desto mehr sogenannte Mashups stehen zur Verfügung.

Flickr

Da bei Pinterest und Instagram die meisten Inhalte nur für angemeldete Kunden sichtbar sind, wird sich diese Wochenaufgabe auf Flickr beziehen.

Schauen Sie sich an, was Flickr zu bieten hat. Finden Sie heraus wie Tags funktionieren, was Gruppen sind und entdecken Sie, wofür andere Leute und Bibliotheken bzw. BibliothekarInnen Flickr nutzen.

Suchen Sie zum Beispiel nach:

  • beliebte Tags bei Flickr
  • Schauen Sie sich das Projekt „Die Commons“ auf Flickr an. Hier stellen viele Bibliotheken, Museen und Archive ihre Fotoarchive auf Flickr ein und bitten die Nutzer um Hilfe. Jeder Flicker Nutzer kann dabei helfen die Bilder zu erschließen und so die Fotoarchive sichtbarer zu machen.
  • Fotostream der Library of Congress
  • Suchen Sie gezielt ein Bild mit Creative Commons Lizenz, indem Sie oben im weißen Balken die Auswahl bei „Lizenzieren“ auf ‚Creative Commons‘ ändern.
  • Probieren Sie die Erweiterte Suche aus.
  • Schauen Sie sich eine Gruppe an, es gibt bspw. eine Flickr Gruppe von Bibliotheken und BibliothekarInnen, die gemeinsam Bilder ablegen und eine Gruppe mit Bildern von Bibliotheken in NRW.

Aufgabe 1:

Suchen Sie ein Bild, das einer Creative Commons-Lizenz unterliegt und im weitesten Sinne mit Bibliotheken zu tun hat und verlinken es in einem Blogbeitrag (nur einen Link zum Bild in den Text einfügen) oder fügen Sie das Bild direkt ein. Kleiner Tipp: englische Begriffe können zu mehr Treffern führen.

Aufgabe 2 (freiwillig):

Legen Sie einen Flickr Account an – nicht nur Privat möglich vielleicht eher ein Account für Ihre Bibliothek gesammelt – und laden Sie Bilder Ihrer Bibliothek hoch. Verlinken Sie diesen Account in den Beitrag. Für die Bilder reichen nur die Räume abzulichten, ohne Personen darauf, erstmal vollkommen aus. Damit haben Sie eine Präsenz für Ihre Bibliothek geschaffen die in sehr viel größeren Zeiträumen nur aktualisiert werden muss. Flickr verzeiht sehr schnell wenn mal 1 oder 2 Monate kein Bild hochgeladen wurde. Wenn Ihre Bibliothek schon in der Gruppe „Bibliotheken in NRW“ vertreten ist super, wenn nicht stellen Sie die Bilder in die Gruppe ein um eine größere Reichweite zu erlangen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung mit Bildern!

Entdeckungsressourcen für Pinterest und Instagram:

Kennen Sie das Projekt Digit?

Digit ist ein Projekt des WDR, das sich mit der Digitalisierung und Archivierung von analogen Amateuraufnahmen (Foto und Film) beschäftigt. Schauen Sie mal rein, es ist spannend! Vielleicht möchten Sie auch mitmachen?

 

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Bildrechte


In unserem vorletzten Modul wenden wir uns den schönen bunten Dingen zu: Bildern, bewegten Bildern und anderen kreativen Dingen im Netz. Starten wir mit dem, was diesen Dingen vorausgeht: der Rechtefrage…


 

Das Wichtigste zuerst: Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung, sondern gibt nur einen Überblick auf beachtenswerte Fragen und stellt Quellen vor, die wir nützlich fanden.

Für den ersten Überblick schauen Sie sich folgende Slideshare-Folien an. Erstellt hat Sie Dr. Thomas Schwenke, ein Rechtsanwalt, der sich mit Social-Media Recht beschäftigt.

Es gilt also mindestens folgende Rechte am Bild zu beachten:

  • Der Fotograf hat das Urheberrecht an seinen Bildern
  • Recht am eigenen Bild
  • Markenrechte
  • Eigentums-/Hausrechte

Oder um es anders auszudrücken:

  • Laden Sie niemals Fotos hoch, die Sie nicht selber aufgenommen haben (es sei denn Sie haben die Erlaubnis des Fotografen) und nennen Sie immer den Namen.
  • Möchten Sie ein Foto eines anderen Fotografen verwenden, fragen Sie den Fotografen um Erlaubnis und nennen Sie immer den Namen.
  • Wenn Sie Bilder mit CC-Lizenzen nutzen: denken Sie an die Bezeichnung der entsprechenden Lizenz und den Link zur Lizenz.
  • Schauen Sie sich das Motiv ihres Fotos an:
    • Holen Sie die Erlaubnis von Personen (insbesondere von Erziehungsberechtigten bei Minderjährigen) ein.
    • Sind Markenrechte berührt?
    • Könnte jemand Haus- oder Eigentumsrechte geltend machen? Im Zweifel lieber fragen.

Beachten Sie die Rechte anderer! Wenn Rechte vorbehalten sind, verzichten Sie auf die Verwendung der Bilder.

Auf iRights.info, einer der deutschen Plattformen zum Thema Recht in der digitalen Welt, gibt es einige Artikel zum Thema Fotos. Wenn Sie ein wenig Zeit haben und einen freien Kopf, schauen Sie sich diese Beiträge an:

 

Creative Common Lizenzen Was ist eine CC-Lizenz? Die CC-Lizenz gibt es nicht. Das Lizenzmodell sieht vor, dass verschiedene Rechte nach dem Baukastenprinzip eingeräumt werden können. So kann man ein Bild z.B. Nutzen, sofern man den Namen des Urhebers nennt (CC BY).

Zusätzlich kommt immer: Die Lizenz, unter der das Bild veröffentlicht wurde muss angegeben werden. Sonst kann der folgende Nutzer/Leser nicht erkennen, dass dieses Bild unter bestimmten Rechten steht. Am Besten Sie verlinken die Lizenzbezeichnung direkt.

Ein Beispiel für ein Creative Commons-lizenziertes Bild:

Lektion 03: CC-BY-SA by Nate Bolt

„Everyone loves books but I thought this was the dullest photo i had ever taken. I guess not.“ CC-BY-SA by Boltron

Das Kleingedruckte: Wie Sie wissen, gibt es etliche Dienste, bei denen Bilder gespeichert und geteilt werden können. Prinzipiell können Sie also nach Herzenslust ausprobieren und den Dienst suchen und finden, der das macht, was Sie wollen. Gerade bei kostenlosen bzw. werbefinanzierten Diensten, die keine Premium-Variante anbieten, ist es jedoch wichtig einen Blick in die Geschäftsbedingungen zu werfen. Unter Umständen verlangt ein Anbieter wesentlich mehr Rechte am Bild als Sie bereit sind zu geben oder gibt ihnen nicht die Rechte, die Sie bräuchten um die Bilder sinnvoll nutzen zu können. Schauen Sie genau hin.

Entdeckeraufgaben:

  1. Schreiben Sie einen Blogbeitrag, in dem Sie auf die bisherigen Erfahrungen mit Bildern in der Bibliothek eingehen. Werden Bilder erstellt? Wie werden die Aufnahmen verwendet? Haben Sie sich über die Rechtesituation bereits Gedanken gemacht?
  2. Folgen Sie diesem Link: https://flic.kr/p/nENw2, laden Sie das Bild herunter und fügen Sie es in den Blogbeitrag ein. Geben Sie die entsprechende Lizenzinformationen an.

Weitere Quellen finden Sie auf unserer Extraseite

Für teilnehmende Bibliotheken der Lernort NRW-Initative steht außerdem der Leitfaden „Social-Media Recht für Bibliotheken“ für die interne Nutzung zur Verfügung und ist sicherlich einen Blick wert!

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Veranstaltungen planen und auswerten


In der letzten Woche haben wir erfahren, wie man mit Hilfe von Web-Tools Twitterwalls erstellen und für die Begleitung von Veranstaltungen nutzen kann. Um eine Veranstaltung erfolgreich durchführen zu können, muss man Sie jedoch auch planen und evaluieren. Auch zu diesen Aufgabenbereichen gibt es nützliche Helfer im Netz.

 

Gemeinsame Termine finden

Eine Möglichkeit, wie Online-Dienste die Planung von Veranstaltungen unterstützen können, ist die Terminfindung. Online-Terminplaner erfreuen sich seit einiger Zeit enormer Beliebtheit. Im Prinzip handelt es sich hierbei um eine öffentliche Tabelle, in der der Veranstalter verschiedene mögliche Termine vorgibt und die Teilnehmer, die für sie wahrnehmbaren Termine anschließend bestätigen. Den optimalen Termin ermittelt man dann darüber an welchem der genannten Tage die meisten Teilnehmer zusagen können.

Das bekannteste Tool in diesem Bereich ist Doodle, es gibt aber auch einige Alternativen wie beispielsweise kulibri oder xoyondo. Eine vom DFN-Verein entwickelte und durch IT-NRW gehostete variante von Terminplanern ist unter www.terminplaner.nrw.de zu erreichen und legt besonderen Wert auf die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen. Aus diesem Grund wird sie vonseiten der Fachstelle ausschließlich verwendet. Eine Anmeldung, sowohl zum erstellen von Terminen als auch zur Bestätigung der Teilnahme, ist nicht notwendig.

Unbenannt

Klickt man auf „Neuen Termin erstellen“ müssen einige Eckdaten zum Termin sowie ein Löschdatum eingetragen werden. Anschließend werden die Termine festgelegt.

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Nach Abschluss der Termineingabe erhält der Veranstalter einen Link, den er über beliebige Kanäle (z.B. per E-Mail) an potenzielle Teilnehmer verschicken kann. Diese können ihre Teilnahme nach einem Klick auf den Link bestätigen. Um das Ganze ausprobieren zu können, haben wir für Sie einen Beispieltermin unter https://www.terminplaner.nrw.de/foodle.php?id=s4snwdr54h9he3a8 erstellt.

Veranstaltungsfeedback

Das Einholen von Feedback zu Veranstaltungen ist ein wichtiger Bestandteil der Programmplanung. Umso wertvoller ist es, wenn dies durch möglichst einfache Handhabung von vielen Kunden abgegeben wird. Evaluationsbögen legen die Schwelle hierbei oft zu hoch und vereinzelte mündliche Rückmeldungen sind häufig nicht repräsentativ.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Diensten, die eine schnelle Publikumsinteraktion via Smartphone erlauben. Diese eignen sich vor allem für schnelle Umfragen im Publikum.

Als Beispiel für diese Lektion schauen wir uns das Tool Sli.do an. Alternativen hierzu könnten aber auch Feedbackr oder Poll Everywhere sein. Sli.do ist leider auf englisch, da aber für die Benutzung des Tools wenig Text notwendig ist, sollte dies nicht allzu schwer ins Gewicht fallen.

Nach der Registrierung (wahlweise mit der E-Mail Adresse, oder einem Google-Konto) kann direkt der Name der zu bewertenden Veranstaltung eingegeben werden.

Slido 1

Anschließend gelangt man mit einem Klick auf „Polls“, was in englisch „Umfrage“ bedeutet, auf das Menü zum Erstellen von Umfragen.

Slido 2

Klickt man jetzt auf Rating, kann man eine einfache Sternebewertung anlegen. Aber auch offene Fragen oder Multiple Coice-Fragen können eingebunden werden.

Slido 3

Die Formulierung für die Frage können Sie selbst eingeben und einige andere Einstellungen vornehmen.

Slido 4

Ist die kurze Umfrage erstellt, können Nutzer über den oben angezeigten Code beginnend mit einer Raute (#) an der Umfrage teilnehmen. Dafür rufen Sie z.B. mit einem Smartphone oder einem Tablet-PC die Seite Sli.do auf und geben den Code ein. Der Code selbst kann während einer Veranstaltung z.B. durch einen Aufsteller oder ein Plakat mitgeteilt werden.

Slido 5

Entdeckeraufgaben

  1. Schreiben Sie in einem Blogbeitrag Ihre Meinung zu den o.g. Tools. Können Sie sich vorstellen, diese im Rahmen einer Veranstaltung einzusetzen?
  2. Richten Sie einen Termin über den Terminplaner.nrw ein und fügen Sie den Link dazu in ihren Blogbeitrag ein.
  3. (Optional) Tichten Sie sich einen Account bei Sli.do ein und versuchen Sie einmal eine Veranstaltungsumfrage einzurichten. Berichten Sie im Blog von Ihren Erfahrungen.
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Veranstaltungen Begleiten mit Twitterwalls

In den nächsten beiden Lektionen von Net(z)working geht es um ein wesentliches Element der Bibliotheksarbeit: Veranstaltungen. In dieser Lektion wollen wir uns mit einem Tool beschäftigen, dass sich dazu eignet, Veranstaltungen zu begleiten. In der nächsten Woche geht es dann um Organisation und Feedback zur Veranstaltung.

Veranstaltungen online Begleiten

Zu einer gelungenen Veranstaltung- zumindest wenn es um neue Medien geht- gehört heutzutage auch eine begleitende Dokumentation über soziale Netzwerke. Diese findet nicht ausschließlich durch den Veranstalter, sondern vielmehr direkt durch die Besucher statt. Der Veranstalter hat dabei die Rolle des Kurators, der die verschiedenen Aussagen der Teilnehmer im Netz sammelt und ggf. beantwortet.

Eine so genannte „Twitterwall“ ist eine Möglichkeit diese Tweets zu einem bestimmten Thema darzustellen, um auf der einen Seite Feedback der Teilnehmer zur Veranstaltung über die Plattform Twitter zu sammeln. Auf der anderen Seite können so auch Personen, virtuell an der Veranstaltung teilnehmen und ggf. aktiv Fragen stellen. (z.B. bei Diskussionsrunden).

Besucht man z.B. Kongresse oder Messen, wie die Republica, die Gamescom oder sogar den Deutschen Bibliothekartag, dann ist es selbstverständlich, dass bereits im Vorfeld ein gemeinsamer „Hashtag“ (vgl. Lektion 5) kommuniziert wird.

In der letzten Woche habe ich eine Veranstaltung in Hamburg zum Thema Gaming in Öffentlichen Bibliotheken besucht. Die Zahlreichen Teilnehmer haben unter dem kommunizierten Hashtag #fachtaggaming zu diesem Anlass auch fleißig „gezwitschert“. Das Ergebnis, kann man sich auf unserer Beispieltwitterwall unter http://Fachtaggaming.tweetwally.com/ ansehen.

Tweetwally 1

Eine Twitterwall kann entweder wie hier im Beispiel als Link an Teilnehmer weitergegeben, oder einfach via Beamer bei der Veranstaltung live angezeigt werden. Alternativen zu Tweetwally bieten in diesem Bereich z.B. auch die Dienste, Twittwalls, Hootsuite, Twitterfontana oder visibletweets

Weitere Instrumente, welche für die Begleitung von Veranstaltungen eingesetzt werden können, stellen wir auf der Extraseite vor.

Entdeckeraufgaben

1. Erstellen Sie eine Twitterwall zum Hashtag #Netzworking oder zu einem beliebigen anderen Hashtag (vielleicht passend zum Thema Ihres Blogs). Wenn Sie den Dienst Tweetwally hierfür verwenden benötigen Sie einen Twitteraccount zum Speichern.

2. Schreiben Sie einen Blogbeitrag und gehen Sie darauf ein ob Sie sich vorstellen können, die o.g. Tools in einer Veranstaltung anzuwenden. Verlinken Sie in dem Beitrag auch Ihre erstellte Twitterwall.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Zusammenarbeiten mit Wikis

Was ist ein Wiki?

Ein Wiki ist eine Webseite, die es den Benutzern ermöglicht die Inhalte nicht nur zu lesen, sondern auch direkt zu bearbeiten. Dabei ist es nicht notwendig eine Software zu installieren, die Änderungen können direkt über den Browser und dem im Wiki enthaltenen Editor vorgenommen werden. Meist werden Wikis als Plattformen zur kooperativen Informations- und Wissenssammlung genutzt. Die Inhalte können gemeinsam gesammelt und strukturiert und zudem einer großen Menge an Nutzern zugänglich gemacht werden. Das wohl bekannteste Wiki ist die frei zugängliche Online-Enzyklopädie Wikipedia, die dieses Jahr bereits 17 Jahre existiert. Es ist also keine ganz neue Technik. Aber natürlich gibt es auch in der Wikipedia einen Beitrag über Wikis.

Wikis sind weitverbreitet. In Bildungseinrichtungen wie auch Unternehmen sind vielfältige Formen von Wikis im Einsatz. Auch wir von den Fachstellen für öffentliche Bibliotheken in Deutschland setzten diese regelmäßig ein.  In Bibliotheksverbünden werden z.T. Wikis genutzt, um die wichtigsten Informationen an einem Ort zu sammeln und allen Verbundteilnehmern zugänglich zu machen.

Startseite Wiki bearbeitet

Welche Merkmale zeichnen Wikis aus?

Jede/r kann in einem Wiki schreiben (oft aber erst nach Anmeldung).

Jedes Wiki verfügt über die Funktion Letzte Änderungen bzw. recent changes. Damit können die vorangegangenen Änderungen einer Wiki-Seite nachverfolgt und oft auch verglichen werden. Durch die automatische Versionierung der geschriebenen Seiten kann jede Fassung wieder hergestellt werden.

Oft enthalten Wikis Tools, die es ermöglichen Veränderungen im Wiki automatisch gemeldet zu bekommen. Das können z.B. RSS-Funktionen oder automatische Benachrichtigung per E-Mail sein.

Wiki-Seiten können aber auch mit anderen Tools angereichert werden. So können zum Beispiel RSS-Feeds von anderen Seiten oder z.B. ein Kalender in das Wiki eingebunden werden.

Benutzer müssen nicht mit HTML vertraut sein, um Inhalte hinzuzufügen oder zu bearbeiten. In den meisten Fällen wird ein einfacher Editor (wie z.B. auch in Ihrem Blog) verwendet. Es gibt auch Wikis, bei denen eine spezielle Syntax (Befehle für Formatierungen) verwendet werden muss. Wie so eine Syntax aussehen kann, können Sie dem Wikipedia-Spickzettel entnehmen.

Einsatzzwecke

  • Intranet: Oft werden Dokumente (Beschreibungen von Arbeitsgängen, Infozettel etc.) auf Fileservern abgelegt oder umfangreiche Linklisten erstellt. Das führt ziemlich schnell zu einer eher unübersichtlichen Sammlung von Dokumenten und Informationen. Bestimmte Texte sind in Ordnerstrukturen oft nur von denen wiederzufinden, die sie mal angelegt hatten. Die Suche nach Stichworten ist (fast) unmöglich. Der Umstieg auf ein Wiki kann sich hier lohnen. In einem Wiki können z.B. Arbeitsgänge dokumentiert, neue Arbeitsgänge geplant oder Besprechungen vorbereitet werden. Es können auch Informationen, Recherchetools etc. für den Auskunftsplatz gesammelt werden. Durch die Suchfunktion kann z.B. schnell herausgesucht werden, was zu tun ist, wenn ein Schlüssel für die Schließschränke verloren wurde.
  • Zusammenarbeit über mehrere Bibliotheken (o. Fachstellen…): Für die einfache Dokumentenbereitstellung für Projektteams inkl. Kommentarfunktion sind Wikis sehr geeignet: Protokolle und Tagesordnungen bereitstellen statt per Mail verteilen,  interessante Materialien bereitstellen etc.

Ängste, Hürden

Fast immer ist beim Einsatz eines Wikis zu beobachten, dass das Prinzip “jede/r kann alles schreiben/ändern/löschen” vielen KollegInnen unheimlich ist. So folgt bald der Ruf nach Rechten, Rollen und Regeln. Nach mehr oder weniger längerer Nutzung wird aber oft klar, dass ein Wiki meist auch ohne Regeln und Rollen funktioniert. Sollte es mal nötig sein, kann durch die Änderungshistorie ein älterer Stand schnell wieder hergestellt werden.

Entdeckungsaufgaben

Nach der Theorie folgt die Praxis: Unter der Adresse http://netzworking.pbworks.com ist ein Wiki für unseren Kurs eingerichtet. Verwendet wird dafür der Anbieter „PBWorks“. Auch hier wäre eine kostenlose Anmeldung mit E-Mail-Adresse und Passwort notwendig. Da es hier möglich ist, haben wir einige „Übungsaccounts“ angelegt, mit denen Sie das Wiki ohne das Erstellen eines eigenen Accounts testen können.

Nutzen Sie also gern eine der folgenden Kennungen:

Nutzername: wikiuser0001, Passwort: frog1raisin
Nutzername: wikiuser0002, Passwort: rabbit8lime
Nutzername: wikiuser0003, Passwort: frog1banana
Nutzername: wikiuser0004, Passwort: deer6strawberry
Nutzername: wikiuser0005, Passwort: walrus3raisin

Im Moment ist es noch recht leer, aber das zu ändern hat jede/r selbst in der Hand 😉
Auf der Startseite sind einige Bearbeitungsmöglichkeiten beschrieben. Lassen Sie sich von den englischsprachigen Bedienflächen nicht irritieren, die Wichtigen erläutern wir auf den Beispielseiten im Wiki. Erweitern Sie das Wiki gern um zusätzliche Seiten oder fügen Sie Texte hinzu.

Erstellen Sie einen Blogbeitrag über Ihre Entdeckungen. Was fanden Sie interessant? Haben Sie Anwendungsideen oder nutzen Sie bereits Wikis?

Mehr Links zu Wikis finden Sie auf der Extraseite Modul 6

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